Trainingstherapie vor Adipositas-Operation

Zweimal pro Woche findet die 12-wöchige medizinische Trainingstherapie für Patient*innen vor einer bariatrischen Operation statt. Dieses umfassende Einzeltraining vor einer OP ergänzt das umfassende Therapiekonzept im Adipositas Zentrum. Patient*innen werden damit fit für die Operation und lernen, dass eine Operation eine Stütze beim Abnehmen ist.

Erfolgreichere Operation

Rasche Mobilisierung ist ein entscheidender Faktor für den Operationserfolg bei bariatrischen Operationen. Das High-End Adipositas Zentrum im Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien ist Pionier bei Fast-Track-Operationen.Die Patient*innen gehen dabei selbst zum OP-Tisch, die Mobilisierung beginnt gleich nach der Operation, da die Patient*innen bereits vom OP-Tisch selber aufstehen können. Die nächsten Schritte werden mit Hilfe der physikalischen Therapie gesetzt. Weiters sorgen Diätolog*innen für einen entsprechenden Kostaufbau gleich nach der Operation. Oftmals können die Fast-Track-Patient*innen das Spital am nächsten Tag in Begleitung verlassen. „Der Vorteil besteht für die Patient*innen darin, dass sie schneller wieder nach Hause kommen und ihren gewohnten Alltag wieder rascher aufnehmen können.“, so Oberarzt Dr. Georg Tentschert, Leitert des Adipositas Zentrums.

Kraft- und Ausdauertraining vor und nach der Operation im Spital

Die medizinische Trainingstherapie für Patient*innen mit einem BMI von über 30 ist eine zielgerichtete, systematische Maßnahme und der erste Schritt in eine gesündere Zukunft. Wichtig ist die Kombination von progressivem Maximalkrafttraining und kardiovaskulärem Ausdauertraining. Ziel der Therapie ist es, Muskeln aufzubauen und gleichzeitig Fett zu verlieren. Intensität, Dauer, Häufigkeit und Umfang des Trainings werden den Bedürfnissen der*des Patientin*Patienten* individuell angepasst. Die Fortschritte werden laufend gemessen, um Endergebnisse beobachten zu können.

Patient*innen werden durch 3 Prinzipien gestärkt: Bewegung, Schmerzbehandlung und Kräftigung. Durch ausreichende Bewegung kann die Therapie von diversen Erkrankungen unterstützt werden. Die Komplikationsrate bei bariatrischen Operationen kann halbiert werden, wenn vor der Operation regelmäßig trainiert wird.

Im Anschluss an die OP wird das Training noch für sechs Wochen in der Fachklinik und anschließend selbstständig fortgeführt.

Bewegungstests für Patient*innen

Teil der Trainingstherapie sind auch Fitnesstests. Der sogenannte Six-Minute-Walking Test misst wie weit Patient*innen in sechs Minuten gehen können. Das kann auf einer bunten 100-Meter-Strecke im Krankenhausgarten getestet werden. Ein ideales Ergebnis liegt zwischen 600 und 1.000 Metern, weniger als 350 Meter stellen ein Problem dar. Der Test korreliert mit der Lebensqualität und der kardiovaskulären Leistung von Patient*innen.

Ein zweiter Test der Ausdauer ist das Stiegensteigen. Hier kann gemessen werden, wie lang für 20 Stufen gebraucht wird. Die Verbesserung der Zeiten, in denen die Strecken bewältigt werden, kann festgehalten und verglichen werden. Die Durchhaltefähigkeit beim Hinaufsteigen von Stiegen steht in Relation zum Gesamtsrisiko von Patient*innen, deswegen sollen die persönlichen Ergebnisse dieses Tests mithilfe der Therapie deutlich verbessert werden.

 

Kontakt

Katharina Fink

Leitstelle Physikalisches Institut

T: +43 1 59988-1950

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