III. Medizinische Abteilung für Innere Medizin und Psychosomatik

Wir sind seit mehr als 30 Jahren auf die Behandlung psychosomatischer Krankheitsbilder spezialisiert. Bei Betroffenen können biologische, psychische und soziale Faktoren eine wesentliche Rolle für die Entstehung, den Verlauf oder die Bewältigung ihrer Beschwerden oder Krankheiten spielen.

Wir behandeln

  • Gastroenterologische Erkrankungen, funktionelle gastrointestinale Krankheitsbilder (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Reizdarmsyndrom, Gastritis, ...)
  • Allgemeine Internistische Erkrankungen (Diabetes Mellitus, arterielle Hypertonie, metabolisches Syndrom, ...)
  • Störungen des Essverhaltens (Anorexie, Bulimie, Binge Eating Disorder, ...)
  • Somatoforme Störungen 
  • Depressionen 
  • Angst-, Panik- und Posttraumatische Belastungsstörungen

Unsere Therapieangebote

Wir bieten unseren Patient*innen mehrwöchige stationäre sowie ambulant-tagesklinische Therapieprogramme an. 

Die Ziele der Behandlung sind individuell verschieden und werden gemeinsam mit Ihnen festgelegt. Zentral ist die Übernahme von Selbstverantwortung für Ihre Lebensgestaltung. Unsere Gruppentherapien fördern eine differenziertere Selbstwahrnehmung, eine verbesserte Ausdrucks- und Konfliktfähigkeit sowie eine erhöhte soziale Kompetenz.

Internistischer Bereich mit gastroenterologischem Schwerpunkt

Behandlungsangebote in diesem Bereich sind vor allem internistische Diagnostik und Therapie. Aufnahmen sind nach vorheriger telefonischer Vereinbarung möglich. Individuell abgestimmt können begleitende psychologische Gespräche angeboten werden.

Fokussierte internistisch-psychosomatische Behandlung (FIPs)

Allgemeine Informationen

In diesem dreiwöchigen stationären Therapieprogramm (FIPs) führt ein fächerübergreifendes Team mehrere psychotherapeutische Gruppen. In unserem engagierten Team arbeiten Fachärzte für Innere Medizin, für Psychiatrie, PsychotherapeutInnen, Klinische Psychologinnen, diplomierte psychosomatische Pflegekräfte, Diätologinnen, Sozialarbeiterinnen und Physiotherapeutinnen und Therapeuten eng zusammen. Im Rahmen des therapeutischen Programmes werden Patientinnen und Patienten mit Erschöpfungssyndrom, Depressionen, Angststörungen, Essstörungen und Erkrankungen behandelt, die vor allem durch psychosoziale Belastungsfaktoren bedingt sind. Durch die flexible Aufenthaltsdauer ist ein Einstieg in das Therapieprogramm auch kurzfristig möglich. Bei einem Aufenthalt von beispielsweise 3 Wochen können 30 Therapiestunden angeboten werden. Zur Behandlung gehört eine detaillierte Planung der Nachbetreuung im Anschluss an den stationären Aufenthalt.

 

Ziele und therapeutisches Angebot

Die fokussiert internistisch-psychosomatische stationäre (FIPS) Behandlung steht Patientinnen und Patienten offen, die aufgrund von psychosozialen Belastungsfaktoren erkrankt sind. Ziel ist, den Patientinnen und Patienten die Zusammenhänge zwischen Erkrankung, Biografie und aktueller Lebenssituation zu vermitteln. Mit dem neuen aufgebauten Verständnis für die eigene Situation soll die krankheitsbezogene Lebensqualität langfristig verbessert werden.

Im Zentrum der psychotherapeutischen Behandlung stehen die Aufklärung über die jeweilige Erkrankung sowie Verbesserung der Selbstkompetenz und des Stressmanagements. Das therapeutische Angebot umfasst  Einzel- und Gruppengesprächstherapien, Maltherapie und das Erlernen von Entspannungstechniken.

 

Behandlungsangebot im Detail

  • Internistische Diagnostik und Therapie

  • Psychiatrische Diagnostik und Therapie

  • Tägliche internistisch-psychotherapeutische Visiten

  • Psychoedukativ orientiertes Psychotherapieangebot:

    • Gruppengesprächstherapie

    • Einzelgesprächstherapie

    • Maltherapie

    • Entspannungstechniken

  • Weitere individuelle Angebote:

    • Ernährungsberatung

    • Sozialarbeiterische Betreuung

    • Gesundheitsgymnastik

Stationäre achtwöchige Therapie

Seit Begründung der Psychosomatischen Abteilung im Jahr 1992 wird die stationäre Therapie in Form eines 8-wöchigen Turnus durchgeführt. Ein Bedarf an stationärer psychosomatischer Behandlung ist gegeben, wenn das Ausmaß der psychosozialen Belastungen die individuellen Ressourcen der Patientinnen und Patienten und der ihres sozialen Umfeldes übersteigen. Weiters ist die Indikation für eine stationäre Therapie gegeben, wenn aufgrund des Schweregrades der vorliegenden Symptomatik eine ausreichende medizinische Versorgung im ambulanten Setting nicht gewährleistet ist.

Die stationäre Therapie steht Patientinnen und Patienten ab 18 Jahren zur Verfügung. Betroffene, die an einer akuten oder chronischen Psychose, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit leiden, sind von dieser Therapieform ausgeschlossen. Die Behandlung von latent oder akut suizidalen Patientinnen und Patienten ist an unserer Abteilung nicht möglich.

Die stationäre Therapie, mit einer Dauer von acht Wochen, wird in geschlossenen Gruppen zu maximal 10 Patientinnen und Patienten angeboten. Die Integration in eine Abteilung für Innere Medizin erlaubt auch die Behandlung von körperlich Schwerkranken. Es steht das gesamte diagnostische und therapeutische Repertoire einer Internen Abteilung mit einem gastroenterologischen Schwerpunkt, sowie ein breit gefächertes Psychotherapieprogramm von insgesamt 104 Stunden zur Verfügung.

 

Behandlungsangebot im Detail:

  • Internistische Diagnostik und Therapie
  • Psychiatrische Diagnostik und Therapie
  • Tägliche internistisch-psychotherapeutische Visiten
  • Intensives tiefenpsychologisch orientiertes Psychotherapieangebot:
  • Gruppengesprächstherapie
  • Einzelgesprächstherapie
  • Konzentrative Bewegungstherapie
  • Psychodrama
  • Maltherapie
  • Musiktherapie

 

Weitere individuelle Angebote:

  • Spannungsregulation (verhaltens-/traumatherapeutisch orientiert)
  • Gesundheitsgymnastik
  • Ernährungsberatung
  • Sozialarbeiterische Betreuung

Psychosomatische Tagesklinik

In der psychosomatischen Tagesklinik behandeln wir Patientinnen und Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen. Die achtwöchige tagesklinische (ambulante) Behandlung ermöglicht eine intensive Therapie unter Beibehaltung und besonderer Berücksichtigung des sozialen Bezugsfeldes.
 
Die psychosomatische Tagesklinik bietet eine intensive achtwöchige Behandlung, die als eigene Behandlungsform neben der achtwöchigen stationären Therapie wie auch im Anschluss an diese möglich ist. Sie erfolgt nach einem strukturierten Tagesablauf in einer gleichbleibenden Gruppe von ca. acht Patientinnen und Patienten. Während der Behandlungszeit von acht Wochen nehmen die Patientinnen und Patienten an insgesamt 80 Psychotherapiestunden teil. Das Therapieprogramm findet Montag bis Freitag von 08.00 und 16.00 Uhr statt.

Das Behandlungskonzept wurde im April 2004 als erste psychosomatische Tagesklinik in Wien gestartet.

 

Das Behandlungsangebot im Detail:

  • Internistische Diagnostik und Therapie

  • Psychiatrische Diagnostik und Therapie

  • Zwei internistisch-psychotherapeutische Visiten pro Woche

  • Intensives tiefenpsychologisch orientiertes Psychotherapieangebot

  • Gruppengesprächstherapie

  • Einzelgesprächstherapie

  • Konzentrative Bewegungstherapie

  • Maltherapie

  • Musiktherapie

 

Angeleitete Kreativitätsförderung:

  • Tagebuch

  • Malen

 

Weitere Behandlungseinheiten:

  • Spannungsregulation (verhaltens-/traumatherapeutischorientiert)

  • Selbstkompetenztraining

  • Gesundheitsgymnastik

  • Ernährungsberatung

  • Sozialarbeiterische Betreuung

Coping School

Alle Informationen finden Sie in der hier.

Ihr Weg zur Behandlung

  • Vereinbaren Sie zuerst einen Ambulanztermin hier online rund um die Uhr oder telefonisch Montag bis Freitag zwischen 08.00 und 12.00 Uhr unter +43 1 59988-3200.
  • Für dieses ambulante Erstgespräch bringen Sie bitte unbedingt Ihre e-Card, einen Lichtbildausweis, eine Überweisung von Ihrem*r Hausarzt*ärztin oder Facharzt*ärztin an die Psychosomatische Ambulanz und bereits vorhandene Befunde mit.
  • Die Aufnahme erfolgt erst nach dem Ambulanzgespräch. Dabei wird mit Ihnen geklärt, welche Einflussfaktoren für Ihren Krankheitsverlauf relevant sind und welche unserer Therapien für sie geeignet ist.
  • Alle Therapieprogramme werden von den Krankenkassen bezahlt. Voraussetzungen für die Aufnahme sind Volljährigkeit, Freiwilligkeit und ausreichend Motivation.

 

Vorständin der Abteilung

Primaria Dr.in Larisa Dzirlo MSc

FÄ für Innere Medizin, Gastroenterologie und Hepatologie, Ärztin für Psychosomatische Medizin, Psychotherapeutin

T: +43 1 59988-2105