Pflegeexpert*innen

Die Pflegeexpert*innen im Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien sind sind Ansprechpartner*innen für Patient*innen, Angehörige und Kolleg*innen auf den stationären, tagesklinischen und ambulanten Bereichen:

  • Sie beraten unser Patient*innen in jeglichen Lebenslagen dem Fachgebiet entsprechend
  • Sie leiten Patient*innen, Angehörige und Mitarbeiter*innen in unterschiedlichen Themengebieten an
  • Sie unterstützen Kolleg*innen in den Bereichen ihre Fachexpertise auszubauen und zu vertiefen
  • Sie wirken an Fortbildungen mit und unterstützen bei der Auszubildendenedukation
  • Sie arbeiten nach den aktuellsten Erkenntnissen der Pflegewissenschaft und tragen dazu bei, andere Pflegepersonen dafür zu begeistern

 

Zurzeit stehen Pflegeexpert*innen in den folgenden Bereichen zur Verfügung:

Aromapflege

Aromapflege ist ein Teil der Pflanzenheilkunde und zählt zu den komplementären Pflegemethoden. Der eigenverantwortliche Teil des Pflegeprozesses nach den GuKG gilt als Anwendungskriterium und als Grenze zur Aromatherapie.

Sie beschäftigt sich mit 100% naturreinen ätherischen Ölen, fetten Pflanzenölen, Hydrolaten, sowie den daraus hergestellten Pflegeprodukten.

Die Anwendung und Wirkung ätherischer Öle erfolgt über den Geruchssinn und über die intakte Haut, sie dient prophylaktischen und pflegerischen Maßnahmen.
 

Themen der Aromapflege im Rahmen des Pflegeprozesses

  • Förderung der physischen und psychischen Gesundheit in Bezug auf:
    • Pflege der gesunden Haut
    • Verbesserung, Erleichterung der Atmung
    • Hilfestellung bei Verdauungsproblemen
    • Ruhen und Schlafen
    • Stärkung des Immunsystems
    • Linderung von akuten und chronischen Schmerzen
  • Wohlbefinden und Entspannung fördern / erhalten
    • Lebensqualität fördern / erhalten
    • Gute Raumatmosphäre schaffen
  • Selbstpflege
    • Förderung der eigenen Wahrnehmung
    • Wohlbefinden und Entspannung fördern / erhalten

Cancer Nurse

Diabetesberatung

Die Diabetesschulung ist ein integraler Bestandteil bei der Behandlung von Menschen mit Diabetes mellitus.

Ziel unserer Arbeit ist, die Patient*innen zu befähigen selbstständig mit der Erkrankung und den Hilfsmitteln zur Diabetestherapie umzugehen. Dies geschieht durch die Vermittlung von Wissen über die Erkrankung und das Erlernen von Fertigkeiten, um Behandlungsempfehlungen in den Alltag zu integrieren und die Therapie bestmöglich umzusetzen damit die individuellen Therapieziele erreicht werden.

Schulungsinhalte sind unter anderem:

  • Grundlagen Diabetes mellitus (Entstehung, Risikofaktoren, Behandlung, Akut- und Spätkomplikationen)
  • Beratung zur Lebensstiländerung
  • Einschulung Blutzuckermessung, Insulininjektion, GLP-1-Verabreichung
  • Erstversorgung mit Diabetesutensilien für Zuhause (bei Neudiagnose)

Beratung und Betreuung von Patientinnen und Patienten mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED)

Patientinnen und Patienten mit einer CED sind nicht nur durch die Krankheit Morbus Crohn (MC) oder Colitis Ulcerosa (CU) schwer belastet, sondern auch durch deren Auswirkungen auf all ihre Lebensbereiche. In Österreich sind etwa 60.000 bis 80.000 Menschen davon betroffen, mit steigender Tendenz. An der Entstehung der Erkrankung sind unterschiedliche Faktoren beteiligt, ihre genauen Ursachen sind jedoch bis heute nicht bekannt.

Die Diagnostik von CED umfasst eine ausführliche Anamnese, die körperliche Untersuchung, Bestimmung der Laborwerte und eine endoskopische Untersuchung mit Probengewinnung. Ziel einer optimalen Patientenversorgung ist die Verbesserung der Lebensqualität und eine lebenslange Therapiebegleitung. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist essentiell.  

Eine CED-Nurse begleitet Patientinnen und Patienten beim Management ihrer Erkrankung, führt Schulungen und Beratungen durch.

Diese Begleitung umfasst:

  • Durchführung von Screenings für TNF-∝ Therapien
  • Durchführung von Medikamenten Schulungen (Pen)
  • Primäre Kontaktperson im interdisziplinären CED-Netzwerk (z.B. in Form einer CED-Hotline / CED Sprechstunde)
  • Koordination von Terminen (Gastroskopie, Coloskopie, Termine zur Infusionstherapie, ...)


Wissenswertes
Österreichische Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa Vereinigung (ÖMCCV):
https://www.oemccv.at/

CED-Kompass: CED-Helpline und Info-Channel für Betroffene
https://ced-kompass.at

Kontinenz- und Stomaberatung

Die Kontinenz- und Stomaberaterin begleitet Patientinnen und Patienten, unter Einbeziehung der Vertrauenspersonen und Berücksichtigung des Kulturkreises, von der präoperativen Beratung bis zur postoperativen Stomaversorgung. Die Auswahl einer passenden individuellen Stomaversorgung, Beratungsgespräche und das Erlernen von Selbstmanagement bei Komplikationen sind zentrale Inhalte der Kontinenz- und Stomaberatung.

Zu den weiteren Aufgaben gehören Schulung und Anleitung zur Selbstkatheterisierung und die Beratung von Menschen mit Kontinenzproblemen das geeignete Kontinenzprodukt zu finden. Pflegemitarbeiter werden kontinuierlich über den adäquaten Einsatz von Kontinenz- und Hautpflegeprodukten, die im Zusammenhang mit Inkontinenz stehen, informiert und geschult.

Im Bereich der Diagnostik führt die Kontinenz- und Stomaberatung Spinkter- und Ösophagusmanometrien nach medizinischer Indikationsstellung durch und bereitet die Untersuchungsergebnisse für den behandelnden Arzt zur Diagnosestellung vor.

Pflegequalitätsberatung

Die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung in der professionellen Gesundheits- und Krankenpflege stellen an Pflegepersonen hohe Anforderungen dar. Professionelles Planen und Handeln im Sinne der Patientenorientierung bilden dazu die Basis.

Für die Pflegepersonen in der Praxis bedeutet dies individuelle, patientenorientierte Pflege unter Berücksichtigung ökonomischer Aspekte zu gewährleisten, die gesetzlichen Rahmenbedingungen einzuhalten, neue Erkenntnisse bzw. ganzheitliche Konzepte aus der Pflegewissenschaft und -forschung sowie technologische Entwicklungen umzusetzen. Um das theoretische Wissen und das bereits vorhandene Erfahrungswissen der Pflegefachpersonen in der Praxis zu unterstützen haben die Pflegenden und Führungskräfte in der direkten Pflege durch die Pflegequalitätsbeauftragten eine Ansprechperson.

Der Aufgabenbereich der Pflegequalität umfasst:

  • Recherchieren, vernetzen und vermitteln von praxisbezogenem Wissen
  • Personenzentrierten Beratung 
  • Weiterentwicklung und Evaluierung der Pflegequalität auf Basis aktueller Standards, Leitlinien und neuer Erkenntnisse der Pflegeforschung (EBN)
  • Aktualisierung bzw. Entwicklung der Dokumentationsrichtlinie und Standards
  • Leitung bzw. Mitarbeit in Arbeitsgruppen und Projekten des Hauses
  • Laufende Reports an die Pflegedirektion und Führungskräfte 
  • Netzwerkpflege mit Pflegeexpert*innen in der Vinzenz Gruppe und Fachexpert*innen im Haus (z.B. Diabetesberatung, Hygiene, Kontinenz- und Stomaberatung sowie Wundmanagementberatung)
  • Schulung der Pflegepersonen zu folgenden Themen:
    • Umsetzung des Pflegeprozesses und dessen gesetzeskonforme Dokumentation 
    • Ganzheitliche Wahrnehmung und Erfassung der Patient*innen nach den Werten des BHS Wien und dem CARING Konzept
    • Schulung der elektronisch gestützten Patient*innendokumentation
    • Pflegediagnostik nach ePA-AC© sowie Leistungs- und Prozessdokumentation nach LEP© 
    • Optimierung der patientenorientierten Pflegeorganisation, Bezugs-/Bereichspflege

Wundmanagement

Chronische Wunden können Betroffene stark in ihrer Lebensqualität einschränken und eine hohe physische und psychosoziale Belastung verursachen. Wir im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien wollen durch professionelles Wundmanagement einen Erhalt der Lebensqualität durch individuelle, bedürfnisorientierte und ganzheitliche Wundbehandlung sicherstellen. Nicht die Wunde steht im Mittelpunkt, sondern der Mensch mit seiner Wunde als Symptom einer Erkrankung.

Um diese ganzheitliche Versorgung sicherzustellen, braucht es eine Zusammenarbeit mehrere Professionen und einem Expertenteam. Das Expertenteam Wundmanagement setzt sich aus Chirurginnen und Chirurgen und speziell ausgebildeten Pflegeexpertinnen im Bereich Wundmanagement zusammen.

Unsere Wundmanager*innen versuchen, allen stationären Patientinnen und Patienten, Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, Medizinerinnen und Mediziner aller Fachbereiche bei Wundheilungsstörungen fachlich beratend, schulend oder durchführend zur Seite zu stehen, um für Betroffene die bestmögliche Versorgung zu erzielen.

Zentrale Praxispädagogik

Die Zentrale Praxispädagogik bildet neben der Praxisanleitung und dem Buddysystem die dritte Säule in der Praktikumsbegleitung. Die Praxispädagoginnen sind ausschließlich für die Auszubildenden zuständig, begleiten sie durch das gesamte Praktikum und kümmern sich individuell um jede*n Auszubildende*n. Gemeinsam mit jeweils drei bis fünf Auszubildenden übernehmen die Praxispädagoginnen die Verantwortung für maximal zwei Patientenzimmer. Der gesamte Pflegeprozess von der Anamnese über das Erkennen von Problemen bis hin zur Durchführung der Pflegemaßnahmen liegt in der Zeit des Praktikums bei den angeleiteten Praktikant*innen. 

Leiterin der Pflegeexpert*innen

DGKP Heidrun Nycz BScN, MSc

Leiterin der Pflegeexpert*innen
Pflegequalitätsberaterin
Onkologische Fachpflegerin

T: +43 1 599 88 - 6774