Für Journalistinnen und Journalisten

Als Fachklinik für den gesamten Verdauungstrakt, Urologie, Onkologie und Psychosomatik bietet das Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien seinen Patient*innen inderdisziplinäre Expertise von der ersten Diagnose über die Behandlung bis zur Nachsorge.

Diese Expertise stellen wir sehr gerne auch Pressevertretern zur Verfügung. Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Kontaktaufnahme an kommunikation.wien@bhs.at.

 

Unsere Presseaussendungen

Am Puls der Zeit: 30 Jahre psychosomatische Expertise

Das Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien ist seit 30 Jahren Pionier in der Behandlung von psychosomatischen Krankheitsbildern.

Primaria Dr. Larisa Dzirlo spricht mit einem Patienten.

Primaria Dr. Larisa Dzirlo fördert die ganzheitliche Behandlung von Patienten.

Psychosoziale Faktoren bei der Behandlung von Erkrankungen zu berücksichtigen. Das war die Idee, als das Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien vor 30 Jahren mit den ersten psychosomatischen Angeboten in der Inneren Medizin startete. Eine Pionierarbeit der heutigen Fachklinik, denn außerhalb der Psychiatrie gab es keine Versorgung für diese Patientinnen und Patienten in Österreich. Damit bewies die damalige Krankenhausleitung Weitblick und Vertrauen. Denn als das medizinische Angebot als Department startete, gab es keine Finanzierung für diese Leistungen. Aber man wollte auf die aktuelle Not der Zeit eine Antwort geben können. Die „Linderung der Not der Zeit“ ist bis heute oberstes Credo der Barmherzigen Schwestern.

Entwicklung

1993 gestartet stiegen die stationären Aufnahmen bis 1996 auf 150 Patientinnen und Patienten pro Jahr. Die ersten Gruppentherapien fanden im Aufenthaltsraum der Patientinnen und Patienten im Krankenhaus in Wien Gumpendorf statt. Im Jahr 2000 – die Zahl der Fälle hatte sich bis dahin verdoppelt – wurde das Department in eine eigenständige Abteilung umgewidmet. Weitere Meilensteine waren die Eröffnung der ersten und einzigen psychosomatischen Tagesklinik in Wien im Jahr 2004 und zwei Jahre später der Start der fokussierten internistisch-psychosomatischen Behandlung (kurz FIPs). 2015 wurde die Coping School für Menschen mit Adipositas und einem Body Maß Index (BMI) über 30 eröffnet. Dabei handelt es sich um ein tagesklinisches Gruppenprogramm, in dem Betroffene medizinisch begleitet lernen, ihren Umgang mit dem Essverhalten, der körperlichen Bewegung, aber auch mit den eigenen Gedanken und Gefühlen positiv zu beeinflussen. Das nachhaltige Ziel besteht zusätzlich zur Gewichtsreduktion darin, die Lebensqualität langfristig durch eigene Maßnahmen positiv zu verändern. Weiters wurde eine Essstörungsunit für Patientinnen und Patienten mit Magersucht (Anorexia nervosa) und einem BMI zwischen 11 und 14 in das Therapieangebot der Psychosomatik aufgenommen. In diesem Bereich besteht bis heute auch eine intensive Zusammenarbeit mit dem ambulanten Therapieangebot von sowhat. Kompetenzzentrum für Essstörungen, das seit 2017 zur Vinzenz Gruppe Service gehört. Von Jänner 2021 bis Jänner 2023 wurde aufgrund der Pandemie ein Long-Covid-Programm angeboten. Somit blieb das Krankenhaus und die III. Medizinische Abteilung für Innere Medizin und Psychosomatik seinem Leitsatz treu, immer am Puls der Zeit zu sein und den Menschen die richtige Hilfe in Not anzubieten.

Zahlen & Fakten

Psychosomatische Erkrankungen sind in der Gesellschaft im Steigen, das bestätigen auch die Zahlen im Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien. 2022 wurden 2773 Patientinnen und Patienten in der Ambulanz vorstellig, ein Anstieg von rund 1.000 Personen in zehn Jahren. Insgesamt 750 Patientinnen und Patienten wurden zur stationären Behandlung in der III. Medizinischen Abteilung aufgenommen. Das bedeutet eine Verfünffachung der Zahlen im Vergleich zu 1996. Die Verweildauer der Patientinnen und Patienten konnte zudem im selben Zeitraum von 41 auf zehn Tage 2022 gesenkt werden. Der durchschnittliche Patient ist weiblich und um die 45 Jahre jung. Es handelt sich also um eine Krankheit, die relativ junge Menschen im erwerbsfähigen Alter trifft. Zwei Drittel der Patienten sind weiblich. Die Tagesklinik wurde im Jahr 2022 von 179 Patientinnen und Patienten aufgesucht.

Derzeitige Behandlungsangebote

In der III. Medizinischen Abteilung werden derzeit zwei stationäre Therapien mit einer Aufenthaltsdauer von drei bzw. bei Bedarf acht Wochen angeboten. Aber auch eine ganztätige ambulante Therapie in der Tagesklinik für einen Zeitraum von acht Wochen steht am Programm. Für adipöse Menschen steht im Rahmen der Coping School ein flexibles ambulantes Hilfsprogramm zur Verfügung: Über zehn Wochen werden an einem Krankenstands Tag pro Woche Gesprächsgruppen- und Bewegungstherapie, spezielle Diätberatung, Akupunktur, Psychoedukation und medizinische Sprechstunden durchgeführt. Für alle Angebote gilt: Die Aufnahme erfolgt erst nach einem ambulanten Erstgespräch und die Volljährigkeit und Freiwilligkeit werden vorausgesetzt. Alle Therapieprogramme werden von den Krankenkassen übernommen. In der Abteilung gibt es vier Ambulanzen: die Psychosomatik Ambulanz, die Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Reizdarm Ambulanz, die konservative Adipositas Ambulanz und die Diabetes Ambulanz.

Zu den Krankheitsbildern

Psychosoziale Faktoren wie niedriger sozialer Status, akuter oder chronischer Stress, Depression, Angst und Mangel an sozialer Unterstützung sind mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko und mit einem ungünstigeren Krankheitsverlauf verknüpft. Zu den häufigsten Erkrankungen, die in der Abteilung behandelt werden, zählen neben Essstörungen, Burnout, Depressionen oder Angststörungen auch ChronischEntzündliche Darmerkrankungen (CED) und funktionelle gastrointestinale Störungen sowie Stoffwechselerkrankungen. Die Anamnese erfolgt dabei immer ganzheitlich. In den Teambesprechungen tragen die Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin und Psychiatrie, die Psychotherapeutinnen und -therapeuten, die klinische Psychologie und diplomierte Pflegekräfte die verschiedenen Wahrnehmungen zusammen, sodass ein ganzheitliches Bild des Menschen und seiner Erkrankung entsteht. Seit 2018 steht die Abteilung unter der Leitung von Primaria Dr. Larisa Dzirlo MSc, Fachärztin für Innere Medizin, Gastroenterologie und Hepatologie, Ärztin für Psychosomatische Medizin, und Psychotherapeutin. Mit ihr arbeiten acht Ärztinnen und Ärzte, sieben Psychotherapeutinnen und -therapeuten sowie 15 Pflegekräfte zusammen. Diese werden vom Team der Diätologie, der physikalischen Medizin, der klinischen Psychologie, der Seelsorge und des Entlassungsmanagements im Haus unterstützt.

Kontakt zu den Ambulanzen

Telefonisch von Montag bis Donnerstag zwischen 8.30 und 12.00 Uhr unter +43 1 599 88 – 3200 oder online unter www.bhswien.at/terminanfrage.

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