Zertifizierte Hilfe bei krankhaftem Übergewicht

  • Erstes Kompetenzzentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie (DGAV) außerhalb Deutschlands im Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien zertifiziert
  • Informationsabend am 17. Oktober 2018

 

Das Adipositas-Zentrum im Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien in Mariahilf, ein Unternehmen der Vinzenz Gruppe, wurde jetzt nach den Qualitätskriterien der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) als Kompetenzzentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie zertifiziert. Es ist damit das erste Zentrum außerhalb Deutschlands, wo rund 60 Zentren dieses Qualitätszertifikat tragen.

Mehr als eine Million Menschen in Österreich ist übergewichtig, Tendenz steigend. Die Folgen von krankhaftem Übergewicht (Adipositas) sind schwerwiegend – erhöhte Blutfette, erhöhter Blutdruck, Diabetes und/oder Herz-Kreislauf Erkrankungen treten vermehrt auf, aber auch der gesamte Bewegungsapparat ist belastet und Entzündungsprozesse im Körper und Tumorerkrankungen können begünstigt werden. Für die Therapie der krankhaften Adipositas braucht es Expertinnen und Experten die fächerübergreifend eng zusammenarbeiten. Die hohe Qualität im Adipositas-Zentrum Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien wurde jetzt von unabhängigen Experten bestätigt.

Enge Zusammenarbeit der Experten

Für Patientinnen und Patienten ab BMI 40 ist eine Operation eine besonders wirksame Therapieoption. Der komplexe Eingriff bedarf nicht nur hoher Expertise der Operateurin bzw. des Operateurs, sondern auch eines kompetenten Netzwerks an eng zusammenarbeitenden Expertinnen und Experten, an umfangreicher Vor- und Nachsorge und nicht zuletzt der entsprechenden Krankenhaus-Ausstattung. „Die Zertifizierung unseres Adipositas-Zentrums zum ‚Kompetenzzentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie‘ der Deutschen Gesellschaft für 2/4 Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) stellt für uns eine Bestätigung unseres konsequenten Weges der hohen Qualität dar“, betont der Leiter der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie und Gründer des Zentrums, Prim. Univ.-Prof. Mag. Dr. Alexander Klaus, FACS. „Mit unserem Adipositas-Zentrum können wir Menschen mit krankhaftem Übergewicht ein besonders breites Spektrum im Bereich der konservativen und operativen Therapie anbieten“, ergänzt Zentrumsleiter OA Dr. Georg Tentschert.

Prozesse durchleuchtet

Im Rahmen eines Audits zur Zertifizierung wurde der gesamte Behandlungsablauf von der Indikationsstellung über die präoperative Diagnostik, über die Aufklärung und die Operation bis zur Nachsorge durchleuchtet. Ebenso geprüft und bestätigt wurden die umfangreiche Expertise der Operateurinnen und Operateure im Zentrum und die entsprechende Ausstattung des Krankenhauses. So müssen z. B. OP-Tische, Sessel, Betten, Waagen oder Patientenliegen mindestens 200 bzw. 225 Kilogramm tragen können und ausreichend Patientenhemden in Spezialgrößen vorhanden sein. Regelmäßige Sprechstunden in denen sich Betroffene informieren können, haben ebenso einen wichtigen Stellenwert.

Breites Therapiespektrum

„Besonders Menschen bei denen bereits Zusatzerkrankungen wie Diabetes oder eine Fettleber bestehen, können von einer Operation profitieren“, erklärt Zentrumsleiter Tentschert. „Betroffene leiden nicht nur unter den Begleiterkrankungen, sondern auch unter der verminderten Lebensqualität bei krankhaftem Übergewicht“, weiß Professor Klaus. Neben der Adipositas Chirurgie haben die neue konservative Coping School – ein Programm zur Lebensstiländerung bei Adipositas – sowie die konservative Adipositas Ambulanz den gleichen Stellenwert im Adipositas-Zentrum. Eine eigene Zentrumsassistentin ist erste Ansprechpartnerin im Zentrum und informiert zu allen Fragen des Therapieangebotes, zum Behandlungsablauf und bereits im Vorfeld einer OP zur lebenslang erforderlichen Nachsorge nach einer Operation.

Einen besonderen Stellenwert im Adipositas-Zentrum haben die umfassende Information und die Nachsorge. Regelmäßige Gruppentreffen vor und nach einer Therapie begleiten Menschen bei der Ernährungsumstellung bzw. Lebensstiländerung. Diese ist sowohl bei einer konservativen als auch bei einer operativen Therapie notwendig.

Informationsabend am 17. Oktober 2018

Bei einem Informationsabend stellen die Expertinnen und Experten die verschiedenen Therapiemöglichkeiten vor: 17. Oktober 2018, 17 Uhr (Festsaal, Barmherzige Schwestern 3/4 Krankenhaus Wien, 1060 Wien, Stumpergasse). Im Anschluss trifft sich die Selbsthilfegruppe Adipositas. Es ist keine Anmeldung nötig.  Weitere Informationen zum Infoabend finden Sie hier.