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Minimal invasive Hüftchirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern

AMIS® Hüfte Sie leiden an Schmerzen im Bereich der Hüfte? Die Leiste schmerzt und die Schmerzen wandern über den Oberschenkel bis zum Kniegelenk? Sie hinken beim Gehen und das Anziehen von Socken und Schuhen fällt Ihnen schwer? Dann leiden Sie möglicherweise an einer Abnützung des Hüftgelenkes – Coxarthrose.

Abgenütztes Hüftgelenk - Coxarthrose
Abgenütztes Hüftgelenk - Coxarthrose

Seit den 50er Jahren werden Hüftendoprothesen erfolgreich zur Behandlung von schwer abgenützten Hüftgelenken eingesetzt. Die zur Operation notwendigen Materialien sowie die Operations-Technik wurden seither stetig verbessert. Der herkömmliche Operationszugang zur Hüfte erfolgte meist von der Seite. Hier mussten immer Muskeln und Sehnenansätze abgetrennt werden. Oft kam es zu einer bleibenden Muskelschwäche. Aus diesem Grund wurden in den letzten Jahren muskelschonende minimalinvasive Operationsverfahren entwickelt und traten aufgrund ihrer Erfolge einen Siegeszug an. Aufgrund der teureren Materialien waren sie zunächst meist nur ausgewählten Patienten vorbehalten.

Minimal invasiver Eingriff

Am KH der Barmherzigen Schwestern in Wien, Vorstand Prim. Dr. Werner Anderl  wird seit einigen Jahren mit großem Erfolg die Implantation von Hüftendoprothesen minimalinvasiv nach der AMIS® Methode durchgeführt. Ein Team von orthopädischen Chirurgen wurde intensiv geschult und steht nun zur Behandlung aller Patientinnen und Patienten die an Coxarthrose leiden zur Verfügung. Neben der Hüftprothesenoperation über einen konventionellen lateralen Hüftzugang wurden bereits über 500 Patienten  mit der neuen AMIS®- Methode behandelt.

Zustand nach Hüftendoprothese
Zustand nach Hüftendoprothese

Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv – das bedeutet das die Operationsnarben deutlich kleiner sind als bei herkömmlichen Hüftoperationen und das für das reibungslose Funktionieren des Gelenks wichtige Muskeln und Sehnenansätze nicht mehr durchtrennt werden müssen. Nach dem Hautschnitt werden Muskeln lediglich auseinandergedrängt, danach kann das Hüftgelenk freigelegt, die abgenützten Anteile entfernt und ein neues Gelenk eingesetzt werden.

Minimal invasiver Zugang zum Hüftgelenk
Minimal invasiver Zugang zum Hüftgelenk

Weniger Schmerzen – schneller mobil

Die Patientinnen und Patienten haben nach der Operation weniger Schmerzen, sind  wieder schneller fit und mobil und verwenden die Unterarmstützkrücken kürzer. Es gibt deutlich weniger Probleme mit der Wundheilung und die Patienten können schon ab dem 5. postoperativen Tag das Krankenhaus verlassen. Eine optimale Rehabilitation kann früher starten und die Patientinnen und Patienten können wieder früher an ihre Arbeitsstelle zurückkehren, was besonders für junge Menschen wichtig ist.

Wie Studien belegen konnten, kommt es nach minimal invasivem vorderem Hüftgelenkszugang deutlich seltener zu bleibenden Muskelschäden und Sehnenrissen. Aufgrund der zahlreichen Vorteile ist der  vordere Zugang nach der AMIS® Methode eine zukunftsträchtige Behandlungsmöglichkeit.
Im Sinne der Behandlungsqualität steht an unserer Abteilung die neue Methode  allen Patientinnen und Patienten ohne Mehrkosten zur Verfügung. Jede Patientin und jeder Patient hat bei uns die Möglichkeit muskelschonend operiert zu werden.

Hüft-OP - ORF heute konkret - 4. Dezember 2013

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