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Minimal-invasive Chirurgie
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Minimal-invasive Chirurgie

Die Minimal-invasive Chirurgie ist ein wichtiger  Schwerpunkt bei der operativen Behandlung der inneren Organe im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien. Prim. Univ.-Prof. Mag. Dr. Alexander Klaus, FACS und sein Team setzen auch in der onkologischen Chirurgie bei der Entfernung bösartiger Tumore auf sanfte Operationsmetoden, weil man weiß, dass das Langzeitergebnis dadurch oft verbessert wird.

Vorteile für die Patienten

Eine Operation stellt für den Betroffenen immer eine Belastung dar. Ist ein Eingriff jedoch unvermeidlich, bringen videounterstützte, minimal-invasive Operationsverfahren im Gegensatz zur herkömmlichen konventionellen Chirurgie eine Vielzahl an Vorteilen: Kleinere Hautschnitte verkürzen den Heilungsprozess und Aufenthalt im Krankenhaus. Es bleiben kaum Operationsnarben zurück und Wundschmerzen sind weitaus geringer. Auch das Risiko einer Beschädigung umliegender Organe und des Gewebes ist minimal. In der Regel ist die Rückkehr zu fester Nahrung und in den Lebensalltag deutlich schneller möglich. Auch das onkologische Ergebnis scheint durch minimal invasive Techniken verbessert zu sein.

Eine Reihe an minimal-invasiven Eingriffen sind daher auch ambulant oder im Rahmen der Tagesklinik möglich.

Das Spektrum an minimal-invasiven Operationsmethoden und Anwendungsbereichen ist breit:

  • Die laparoskopische Chirurgie („Schlüsselloch-Chirurgie“)
    Die laparoskopische Chirurgie ist ein Teilbereich der minimal-invasiven Chirurgie. Der Chirurg führt über winzige Hautschnitte, Behandlungsinstrumente und ein optisches Endoskop (Kamera), das mit einem Monitor verbunden ist, in die Bauchhöhle ein. Er kann auf diese Weise besonders präzise und schonend die Schnitte am betroffenen Organ durchführen, ohne dabei umgebenden Strukturen zu verletzen. Blutverlust und das sogenannte Zugriffstrauma sind minimiert und der Patient profitiert von einer schnelleren Erholungszeit. Zu den laparoskopischen Verfahren zählen: die Entfernung der Gallenblase, Leistenbruchoperationen, Entfernung der Nebenniere, Dick-und Dünndarmoperationen, Blinddarmoperation, etc  und sie werden unter anderen bei allen Organkrebserkrankungen und (Teil-)entfernungen innerer Organe (Organresektionen) angewendet.
  • SILS-Methode (Single Incision Laparoscopic Surgery)
    Mit der SILS-Methode steht ein hochmodernes Verfahren für fast alle laparoskopischen Operationen  mit nur einem einzigen Schnitt im Bauchnabel zur Verfügung. Diese Technik ist eine Spezialform der laparoskopischen Chirurgie und macht es möglich, dass sowohl Behandlungsinstrumente als auch eine Mikro-Kamera durch die selbe Öffnung eingeführt werden können. Dafür setzt der Chirurg einen speziellen SILS-Port, einen kurzen, elastischen Gummischlauch mit drei bis vier Öffnungen ein. Der Patient wird bei SILS besonders geschont und behält fast keine sichtbaren Operationsnarben.SILS wird vor allem bei der Entfernung von Dickdarm- und Mastdarmtumoren, bei der Gallenblasen- und Blinddarmentfernung, bei Leistenbrüchen oder Operationen an der Nebenniere und Leber eingesetzt.  
  • TAMIS-Methode (Transanal Minimally Invasive Surgery)
    Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien ist eine der wenigen, spezialisierten Einrichtungen, die das TAMIS-Verfahren durchführen. Insbesondere bei Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom) mit tief gelegenen, schwierig erreichbaren Tumoren hat sich diese innovative Operationstechnik hervorragend bewährt. Durch den Einsatz von TAMIS ist die onkologisch korrekte Tumorentfernung auch nahe am Schließmuskel unter Erhalt der Kontinenz und in Kombination mit dem laparoskopischen Vorgehen bei minimaler Schmerzbelastung für die Betroffenen möglich. Das Besondere an diesem Verfahren ist die Kombination zweier Operationszugängen. In simultaner Zusammenarbeit operieren zwei Chirurgische Teams vom Bauchraum und vom Analkanal aus, um einerseits das Ausmaß des Tumors exakt einsehen zu können und andererseits um nervenschonend zu operieren.

 

 

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