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Schmerztherapie
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Schmerztherapie

Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich als Patientin oder Patient vor den Tagen nach einem geplanten Eingriff mehr fürchten musste, als vor dem Eingriff selbst. Längst können wir dank moderner Schmerzmittel und bewährter Dosierungsempfehlungen postoperative Schmerzen nahezu vollkommen ausschließen.

"Den Dämon der Nacht" bekämpfen

In der Literatur wird der Schmerz oft als Dämon der Nacht beschrieben, der Patientinnen und Patienten den Schlaf raubt und Auswirkungen auf den seelischen Zustand zeigt. Die Patientinnen und Patienten fühlen sich erschöpft, haben Angst, und ihnen ist übel. Gerade bei der morgendlichen Visite bestätigt sich dieses Bild häufig. Mit den so genannten Schmerzpumpen (PCA) steht den Abteilungen des Hauses eine besonders effiziente Methode der Schmerzbekämpfung auch während der Nachtstunden zur Verfügung. Die Patientinnen und Patienten, die wir mit PCA versorgen, sind erholt, entspannt und haben häufig einen wesentlich günstigeren Heilungserfolg und eine raschere Erholung. Dabei wird auch eine Chronifizierung der Schmerzen verhindert. Nicht zuletzt stellt sich für die Patientinnen und Patienten auch ein erhöhter Komfort ein, der sich auf die Bewertung des gesamten Krankenhausaufenthaltes auswirken kann.

Interprofessionelle Zusammenarbeit

Ein für Patientinnen und Patienten erfolgreiches Schmerzmanagement kann nur durch eine enge interprofessionelle Kooperation erreicht werden. Wir wissen aus vielen Beobachtungen, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege die Patientinnen und Patienten häufiger auffordern, den empfundenen Schmerz einzuschätzen, als Ärzte. Wenn diese Schmerzbewertung anhand einer Schmerzskala, z. B. nach der Visual Analog Scale (VAS) oder der Numeric Rating Scale (NRS), erfolgt und in die Dokumentation einfließt, haben wir die beste Grundlage für eine effektive Therapie. Erfolgt keine Abstimmung zwischen den Berufsgruppen, gehen wertvolle und oft therapieentscheidende Informationen verloren.

Kommunikation

Eine ganz entscheidende Rolle nimmt die Kommunikation mit den Patientinnen und Patienten ein: Nur im Gespräch kann Schmerz beschrieben, eingeordnet und ein Therapieerfolg abgefragt werden. Nur im Gespräch gelingt es uns, die Angst vor den Schmerzen zu nehmen. Wir setzen in unserem Abteilungsteam auf regelmäßige Schmerzvisiten und sind dabei, einen eigenen Konsiliardienst aufzubauen. Im Sinne einer optimalen Therapie erfolgt bei Bedarf eine enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation und der Klinischen Psychologie.

Ein optimiertes multimodales Schmerzmanagement trägt nicht nur zum Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten bei, es verkürzt auch die Verweildauer und beschleunigt die Remobilisation.

Ein Unternehmen der VINZENZ GRUPPE Gesundheit kommt von Herzen