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Eine Fachklinik für den gesamten Verdauungstrakt entsteht

20. Dec. 2016
Neue Schwerpunkte, Abteilungen und Spezialambulanzen am Krankenhaus Barmherzige Schwestern Wien ab Jänner 2017

Der Strategieprozess der Vinzenz Gruppe, in den Wiener Krankenhäusern bis 2020 medizinische Schwerpunkte zu bündeln, erreicht im Jänner 2017 das nächste Level. Mit der Integration der Chirurgischen Abteilung aus dem Herz-Jesu Krankenhaus und der Urologischen Abteilung aus dem Krankenhaus Göttlicher Heiland sowie dem Aufbau eines onkologischen Schwerpunkts macht das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien im 6. Bezirk einen großen Schritt in der Entwicklung zur Fachklinik für den gesamten Verdauungstrakt und urologischen Bereich, Onkologie und Psychosomatik.

Seit mehr als 20 Jahren hat das Krankenhaus einen Schwerpunkt bei Darmerkrankungen, der im Jänner 2017 mit der Integration von zwei Abteilungen aus anderen Krankenhäusern der Vinzenz Gruppe in Wien und dem Aufbau des Schwerpunktes Onkologie umfassend erweitert wird. „atientinnen und Patienten profitieren von einem umfangreichen und hochmodernen Abklärungs- und Therapieangebot bei allen Erkrankungen im Verdauungstrakt an einem Ort. Sie müssen nicht mehr für die notwendigen Untersuchungen, Abklärungen und Spezialisten von einem Ort zum nächsten pendeln, sondern finden die gebündelte Expertise bei uns vor", freut sich Prim. Univ.-Prof. Mag. Dr. Klaus FACS, Ärztlicher Direktor und Leiter der Chirurgischen Abteilung . Diese Spezialisierung wird bis 2020 weiter ausgebaut und gestärkt.

Ausbau Chirurgie: Integration der Chirurgie aus dem Herz-Jesu Krankenhaus

Mit 1. Jänner 2017 übersiedelt die Chirurgische Abteilung aus dem Herz-Jesu Krankenhaus, ebenfalls Vinzenz Gruppe, in das Krankenhaus Barmherzige Schwestern Wien. Mehr als 20 Chirurginnen und Chirurgen bieten dann ein breites Spektrum der Allgemeinchirurgie mit Schwerpunkt Verdauungstrakt, onkologischer Chirurgie, Adipositas- und Schilddrüsenchirurgie sowie eine Erweiterung der chirurgischen Spezialambulanzen. Alle Eingriffe werden wenn möglich minimal-invasiv oder mit SILS-Technik (ein Schnitt im Nabelbereich) durchgeführt. Die schonenden Operationsmethoden ermöglichen tagesklinische Chirurgie. So können im Krankenhaus Barmherzige Schwestern Wien z. B. Gallenblasenentfernungen, Hernien- und Varizenoperationen tagesklinisch durchgeführt werden.

Eine Besonderheit des Chirurgischen Teams unter Prim. Univ.-Prof. Dr. Mag. Alexander Klaus ist die transaxilläre Schilddrüsenoperation. Bei dieser neuen minimal-invasiven Operationsmethode erfolgt der Zugang über eine kleine Inzision in der Achselhöhle (Single-Incision-Port). Dabei bleibt der Hals vollkommen narbenfrei. Das chirurgische Team orientiert sich hier an einer in Amerika und Asien etablierten Operationsmethode, die in Europa bisher nur vereinzelt angewendet wird.

Bei der chirurgischen Entfernung von Tumoren nimmt die Schlüsselloch-Chirurgie im Krankenhaus Barmherzige Schwestern Wien einen besonderen Stellenwert ein. So kommt mit der TAMIS Operationsmethode beim Rektumkarzinom eine revolutionäre minimal-invasive Operationsmethode bei tiefliegenden Tumoren im Becken zum Einsatz, bei der zwei Chirurgische Teams gleichzeitig im OP aufeinander zu arbeiten und den Tumor von zwei Seiten operativ entfernen.

Urologische Abteilung aus dem KH Göttlicher Heiland ergänzt die Fachklinik

Ebenfalls mit Jänner 2017 übersiedelt die Urologische Abteilung unter der Leitung von Prim. Univ.-Doz. Dr. Clemens Brössner vom Krankenhaus Göttlicher Heiland in das Krankenhaus Barmherzige Schwestern Wien und bietet ab Jänner von Montag bis Freitag eine tägliche urologische Ambulanz. Die Abteilung mit minimal-invasivem Schwerpunkt ist neben dem gesamten Spektrum der Urologie auf gut- und bösartige Erkrankungen der Prostata mit MR gezielten Prostatabiopsien sowie auf männliche Harninkontinenz spezialisiert. Gemeinsam mit dem neuen Department für Onkologie entsteht ein Kompetenzcluster für das Prostatakarzinom.

Die Entfernung des Sentinel-(Wächter-)Lymphknotens im Rahmen der Prostatakrebsoperation ist eine besondere Spezialisierung der Abteilung. Im Falle einer Krebserkrankung der Prostata wird das gesamte Organ komplett entfernt (radikale Prostatektomie). Noch während der Operation ist es jedoch möglich, mittels Gammakamera die erste Lymphknotenstation nach der Prostata (die sogenannten Sentinel-Lymphknoten) aufzuspüren und selektiv zu entfernen. „Man hat somit während des Eingriffs die Möglichkeit bei Vorliegen von Metastasen in den Wächterlymphknoten rasch entsprechend reagieren zu können. Dies erhöht die Heilungschancen beträchtlich", beschreibt Dozent Clemens Brössner die Vorteile dieser Therapie.

Umfassende Behandlung bei Krebserkrankungen

Neu ist ab 2017 auch die umfassende onkologische Versorgung sowie eine onkologische Spezialambulanz. Aktuell baut Prim. Univ.-Prof. Dr. Leopold Öhler mit Oberärztin Dr.in Ursula Vogl den onkologischen Schwerpunkt im Krankenhaus Barmherzige Schwestern Wien auf. Ab Jänner können Patienten stationär, tagesklinisch und ambulant ihre Chemotherapie erhalten: „Wir nehmen uns viel Zeit für das Gespräch und erklären unseren Patienten möglichst verständlich die erreichbaren Ziele, Risiken und Alternativen der Therapie", betont Professor Öhler, der die Onkologie im St. Josef-Krankenhaus, ebenfalls Vinzenz Gruppe, leitet.

Professor Öhler und sein Team arbeiten in der klinischen Forschung an zahlreichen nationalen und internationalen Studien mit. Dadurch stehen den Patienten innovative Krebstherapien zur Verfügung. „Innerhalb der letzten Jahre haben sich die Behandlungsmöglichkeiten stark verbessert und viele Menschen mit der Diagnose Krebs können heute vollständig geheilt werden. Wird die Krankheit erst spät erkannt, kann bei vielen onkologischen Erkrankungen – wie bei anderen chronischen Erkrankungen – viele Jahre ein normales Leben geführt werden", beschreibt Öhler die Entwicklung in der Onkologie.

Erweiterung des Krankenhauses

Bis Herbst 2017 entsteht im Inneren des Krankenhauskomplexes in der Stumpergasse ein neues Gebäude mit rund 2.500 Quadratmetern Fläche. Dieses wird neben zwei modernen Aufzügen zusätzliche Räume für medizinische Nutzung und für die Mitarbeitenden beherbergen.

Orthopädie übersiedelt in das Herz-Jesu Krankenhaus

Während im Krankenhaus Barmherzige Schwestern Wien im 6. Bezirk eine Fachklinik für den gesamten Verdauungstrakt entsteht, wird das Herz-Jesu Krankenhaus im 3. Bezirk zur Fachklinik für den Bewegungsapparat. Die Abteilung für Orthopädie unter der Leitung von Prim. Dr. Werner Anderl übersiedelt vom KH Barmherzige Schwestern Wien dorthin und startet ebenfalls im Jänner 2017.

Entwicklung zur Fachklinik

Die Vinzenz Gruppe baut ihre Krankenhäuser in Wien bis 2020 zu Fachkliniken aus, um die Leistungsangebote für die Patientinnen und Patienten noch besser ausrichten zu können. Dafür werden die Angebote innerhalb der Häuser gebündelt und medizinische Schwerpunkte gesetzt.

Im Zuge der Strategie 2020 schafft die Vinzenz Gruppe an jedem Standort ihrer Krankenhäuser sogenannte Gesundheitsparks, die die Lücke an der Schnittstelle von der ambulanten zur stationären Versorgung schließen. In den Gesundheitsparks sind alle Anbieter miteinander vernetzt und koordiniert. Hier steht die Gesundheit im Mittelpunkt, nicht die Krankheit. Die Vielfalt des Angebots macht den Park zur Anlaufstelle für jedes Gesundheitsthema. Das Krankenhaus steht als Teil des Netzwerkes zur Verfügung. Ziel ist es, den Menschen in ihrem Wohngebiet ein breites, aufeinander abgestimmtes Angebot an medizinischen Leistungen (ambulanten Behandlungen, Rehabilitation, Pflege etc.) anzubieten.

 

 

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