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Aktuelle Informationen
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Osteologie und Endoskopie

Die Abteilung hat über die letzten 2 Jahrzehnte, neben der allgemein internistischen Basisversorgung, die Schwerpunkte Gastroenterologie und Hepatologie sowie Rheumatologie und Osteologie auf höchstem Niveau weiterentwickelt. So konnte sich die Abteilung als bisher erstes und einziges klinisches osteologisches Schwerpunktzentrum vom Dachverband Deutschsprachiger Osteologischer Gesellschaften (DVO) in Österreich zertifizieren. Die Expertise bezieht sich hier auf die Versorgung schwerstkranker Patientinnen und Patienten mit komplexen metabolischen aber auch immunologisch-rheumatologischen Krankheitsbildern. Der gastroenterologische Schwerpunkt zeigt sich auch in einem speziellen Management von Lebererkrankungen und einem Department für interventionelle Endoskopie. Das Department bietet High-End Endoskopie und komplexe interventionelle Eingriffe an Galle und Bauchspeicheldrüse an. Wir halten direkten Kontakt zu niedergelassenen Endoskopikerinnen und Endoskopikern und führen im Backup-Verfahren kompliziertere Endoskopien gemeinsam durch.

Erstes österreichisches Exzellenzzentrum

Der Dachverband der deutschsprachigen Osteologischen Gesellschaften (DVO) hat die II. Medizinische Abteilung unter Prim. Univ.-Prof. Dr. Heinrich Resch als erste und einzige in Österreich als Exzellenzzentrum für die Diagnostik und Therapie osteologischer Erkrankungen zertifiziert.
Die Anzahl der betreuten Patientinnen und Patienten war für den Zertifizierungsprozess ebenso von Bedeutung wie die gebotene Infrastruktur mit modernsten medizinischen Geräten sowie das Team aus Ärztinnen und Ärzten mit jahrzehntelanger Erfahrung und entsprechendem wissenschaftlichen Hintergrund.

Von Stanford nach Gumpendorf

OA Univ.-Doz. Dr. Johannes Grisar, der zuletzt auf der Stanford University und im AKH arbeitete, gibt Auskunft über aktuelle Entwicklungen in der Rheumatologie und verrät warum die personalisierte Medizin auch bei dieser Erkrankung immer wichtiger wird.

Was sind die neusten Entwicklungen in der Rheumatologie?

In den letzten Jahren konnte mit dem Einsatz der sogenannten Biologika, das sind gezielt gegen bestimmte Entzündungsbotenstoffe bzw. Moleküle gerichtete biotechnologische Medikamente, eine wesentliche Verbesserung der Therapiemöglichkeiten erreicht werden.

Ausgehend von der chronischen Polyarthritis wurden auch die Indikationen für diese Medikamente, über die Psoriasisarthritis bis zur ankylosierenden Spondylitis, juvenile chronische Polyarthritis und weitere, in den letzten Jahren immer mehr erweitert. Dadurch können wir heutzutage vielen Patienten helfen, bei denen wir noch vor wenigen Jahren keine Therapieoptionen mehr hatten.
Eine völlig neue, im Gegensatz zu den herkömmlichen Biologika oral einzunehmende Substanz, Tofacitinib steht kurz vor der Zulassung in der EU für die chronische Polyarthritis und wird das therapeutische Repertoire in der Rheumatologie noch erweitern.

Wie kann Rheuma Patienten geholfen werden?

Das von internationalen Expertengremien für mehrere Erkrankungen entwickelte sogenannte „Treat-to-Target“ Konzept setzt sich immer mehr durch. Als Ziel („Target“) sollte idealerweise immer die Remission (=Stillstand) der Erkrankung angestrebt werden. Allerdings ist die Behandlung von entzündlich rheumatischen Erkrankungen häufig sehr komplex und individuelle Situationen wie z.B. Begleit- und Vorerkrankungen müssen berücksichtigt werden. Das heißt, es kann hier nicht nach einem „Schema F“ vorgegangen werden, sondern es benötigt dafür erfahrene Rheumatologen - die personalisierte Medizin hält also auch Einzug in die Rheumatologie!

Worauf kommt es bei Rheuma an?

Essentiell ist die frühe Diagnosestellung und frühzeitige effiziente Therapie! Wir wissen heute aus vielen Studien, dass auch die langfristige Prognose und das Outcome vieler entzündlich-rheumatischer Erkrankungen dadurch deutlich verbessert werden. Durch neue Diagnosekriterien sowie Fortschritten in Bildgebung und Labordiagnostik sind wir heute in der Lage diese Krankheiten wesentlich früher zu erkennen und umgehend die notwendige Therapie einzuleiten.

In weiterer Folge ist eine genaue Patientenaufklärung über die Erkrankung, eine gute Arzt-Patienten Beziehung und regelmäßige Verlaufskontrollen das Um und Auf!

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